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Leichte SpracheCorona-Fälle in Ischgl: Bundeskanzler und Republik werden grobe Fehler vorgeworfen

Viele Touristen haben sich beim Ski-Urlaub in Tirol im Februar und März mit dem Corona-Virus angesteckt. So konnte sich das Corona-Virus innerhalb kurzer Zeit in Europa verbreiten. Der Republik Österreich werden schwere Fehler vorgeworfen.

© © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Als die Corona-Krise im Februar und März begonnen hat, waren viele Urlauber in den Tiroler Ski-Orten. Dabei haben sich sehr viele Urlauber mit dem Corona-Virus angesteckt. Besonders viele von ihnen haben sich im Ski-Ort Ischgl angesteckt.

Amtshaftungs-Klagen gegen Republik Österreich

Den österreichischen und Tiroler Behörden wird vorgeworfen, dass sie nicht ausreichend schnell und klar gehandelt haben. Der Verbraucherschutzverein (VSV) hat Amtshaftungs-Klagen gegen die Republik Österreich eingebracht. Amtshaftung-Klagen werden eingereicht, wenn man annimmt, dass der Staat Österreich seinen Pflichten nicht nachkommt. Und wenn Menschen dadurch zu Schaden kommen.

Schwere Fehler in Ski-Orten

Zum Beispiel hatten Hotels in Ischgl noch geöffnet, obwohl bereits Corona-Ansteckungen bekannt waren. Bars wurden spät geschlossen und die Abreise der Urlauber war sehr schlecht geplant.

So konnte sich das Corona-Virus schnell in Europa verbreiten. Von Ischgl aus soll das Corona-Virus in insgesamt 45 Länder auf der ganzen Welt gekommen sein.

Viele Touristen haben sich gemeldet

Insgesamt haben sich mehr als 6.000 Touristen aus unterschiedlichen Ländern wie zum Beispiel Deutschland beim VSV gemeldet. Knapp 1.000 Touristen haben dem VSV die Erlaubnis erteilt, eine Klage einzubringen. Eine Sammel-Klage wird gerade vorbereitet.

4 Amtshaftungs-Klagen eingebracht

Bei den 4 Amtshaftungs-Klagen handelt es sich um Einzel-Personen, die gemeinsam mit dem VSV die Republik Österreich  verklagen. Die Geschädigten sollen keine Einsicht in die Akten erhalten haben. Dies wird vom Obmann des VSV, Peter Kolba, kritisiert. Weitere Klagen sind geplant.

Langzeit-Folgen durch Corona-Erkrankung

Einige Kläger leiden noch an den Langzeit-Folgen der Corona-Erkrankung. In zwei Fällen war die Corona-Erkrankung so schwer, dass sie noch heute behandelt werden.

Durch die Klage sollen die Betroffenen auch finanziell unterstützt werden. Denn sie konnten aufgrund der schweren Erkrankung nicht mehr arbeiten.

Einige Kläger fordern Schadenersatz, teilweise bis zu 100.000 Euro. In einem Fall klagt die Familie, weil sich ein Mann bei der Abreise aus Ischgl ansteckte und später verstarb.

VSV wünscht sich schnelle Lösung

Der VSV hat den Bundeskanzler gebeten, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu lösen.




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