Noch kein Sudoku-Tüftler?

Wie alle Organe büßt auch das Gehirn mit dem Alter an Leistung ein. Diesen Prozess kann man jedoch wirkungsvoll beeinflussen – mit Tanzen, Tüfteln & Co!

Drehen Sie den Spieß doch einmal um: Der Enkel liest die Print-Ausgabe, der Opa liest online © (c) kikovic - stock.adobe.com
 

Oft ist es die Bequemlichkeit, die irgendwann zuschlägt: Es geht ja so viel schneller, wenn Sohn oder Tochter die lästigen Updates am Laptop übernehmen und man sich nicht damit herumschlagen muss. Doch: Hier gibt es ein Aber! Sich alles abnehmen zu lassen, was einem nicht so leicht von der Hand geht, ist kein sinnvoller Weg mit den Anforderungen des Älterwerdens umzugehen.
Denn so, wie die Leistungskraft des Herzens, die Festigkeit der Knochen und die Kraft der Muskeln im Lauf des Lebens (ab etwa 30 Jahren) abnehmen, bleibt auch unser Gehirn von Veränderungen nicht verschont: Nervenzellen gehen ebenso verloren wie die Verschaltungen zwischen diesen Zellen. Die Durchblutung des Gehirns lässt nach – und so weiter.

Die gute Nachricht: Wer sich mit den biologischen Veränderungen des Älterwerdens aktiv und konstruktiv auseinandersetzt, hat die besten Chancen, geistig fit zu bleiben. Und nicht nur das. Nach Meinung vieler Experten kann man die geistige Leistungsfähigkeit sogar verbessern und den biologischen Alterungsprozess um Jahre nach hinten verschieben.
Dafür reicht – bei entsprechenden genetischen Bedingungen – ein gesunder und aktiver Lebensstil. Manche der Dinge, die dafür nötig sind, geistig leistungsfähig zu bleiben, kann man sogar jeden Tag ganz nebenbei erledigen.

Nähren Sie, was gedeihen soll – Ihre Geisteskraft! Foto © (c) contrastwerkstatt - stock.adobe.com
Praktische Übungen. Versuchen Sie zum Beispiel, sich beim Lesen einer Zeitung die wichtigsten Inhalte zu merken, indem Sie Berichte aus verschiedenen Ressorts (Innenpolitik, Außenpolitik, Sport, Kultur) aus dem Gedächtnis abrufen. Erzählen Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, was es Neues gibt.
Wenn Sie einkaufen gehen, schauen Sie nicht auf den Einkaufszettel, sondern rufen Sie alle Produkte, die Sie sich notiert haben, aus dem Gedächtnis ab. Ganz allgemein: Setzen Sie mehr auf Ihr Gedächtnis, fordern Sie es (heraus)! Auch das regelmäßige Lösen von Kreuzworträtseln oder Sudokus ist sinnvoll. Suchen Sie sich aus Fachbüchern (Anm.: Tipp auf der Seite links oben) Übungen, die die Merkfähigkeit und das scharfe Nachdenken trainieren.

Lernen Sie Neues! Unerlässlich und sehr wirkungsvoll ist es auch, Neues zu lernen und nicht ausschließlich Dinge zu tun, die man ohnehin kennt und gut beherrscht. Rein in Routinen zu leben ist bequem, aber nicht gesund. Brechen Sie ganz bewusst aus der Monotonie aus. Ein aktives Leben schließt neue Erfahrungen und eine gewisse Offenheit mit ein. Lernen Sie Menschen kennen, reisen Sie in fremde Länder. Und beginnen Sie mit Aktivitäten, die Geist und Körper anregen. Tanzen? Klavier spielen? Singen? Meditieren?  

 

 

 

 

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