Vor genau fünf Jahren hat sie das TV-Format "Im Zentrum" von Ingrid Turnher übernommen. Dabei wollte sie damals eigentlich gerade kündigen beim ORF. In diesen fünf Jahren hat Claudia Reiterer die Sendung umgekrempelt - sichtbarstes Zeichen: Es kommen viele Frauen in diesem Polit-Talk zu Wort. Und es sehen "trotzdem" regelmäßig mehr als 700.000 Menschen dabei zu. Sind mehr Frauen also besser fürs Fernsehen? Und sollte es überhaupt eine Quote geben? Das haben wir sie in der zweiten Folge von "fair&female - dem Gesellschaftspodcast" gefragt. Und eines vorweg: Reiterer ist für eine Quote in Medienhäusern, aber nicht überzeugt, ob Frauen bessere TV-Gespräche führen. "Bei mir waren auch schon Frauen die keine Diskussionskultur hatten."

Beeindruckend ehrlich ist Reiterer im Gespräch, wenn es um Widerstände und Hürden auf ihrem Karriereweg ist. Drei mal wurde sie bereits bei Formaten abgesetzt "nie war es eine fachliche Begründung", so die Steirerin. Einmal war es wegen ihrem Mann, einmal war sie zu dick ("eine Beleidigung für das Auge des Zusehers") und einmal ging es tatsächlich um ihre Haarlänge. Daher musste sie sich auch sehr wundern, als es bei der Ernennung des neuen Bildungsministers Martin Polaschek nur noch um dessen Haare zu gehen schien.

Hören Sie doch rein in ein sehr persönliches und offenes Gespräch mit einer der sichtbarsten Medienfrauen Österreichs.

 

Hier können Sie Fair & Female kostenlos hören

Den Podcast finden Sie auf allen gängigen Plattformen. Um keine neue Folge zu verpassen, können Sie ihn auch abonnieren, zum Beispiel hier: