Das entschied das Exekutivkomitee des Kontinentalverbands am Mittwoch in Nyon. Die Zahl der Länderspiele im internationalen Terminkalender wird sich dabei nach Angaben der UEFA aber nicht steigern. Für die Qualifikation für Welt- und Europameisterschaften wird es zukünftig zwölf Gruppen mit fünf und vier Teams geben statt wie bisher zehn Gruppen mit sechs und fünf Teams. Die zwölf Gruppensieger werden sich wie gewohnt direkt für die Turniere qualifizieren, die Gruppenzweiten sind entweder ebenfalls dabei oder müssen in Play-offs.

Für die erstmals auf insgesamt 48 Mannschaften ausgeweitete WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gibt es 16 Plätze für europäische Teams. Die Sieger der zwölf Qualifikationsgruppen schaffen den Sprung zur Endrunde, die weiteren Modalitäten müssen nach UEFA-Angaben noch mit dem Weltverband FIFA festgelegt werden.

Mit der neuen K.o.-Phase in der Nations League sollen den Teams mehr Möglichkeiten zum Weiterkommen gegeben werden, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zu der Mini-Reform. "Die Vorhersagbarkeit der europäischen Qualifikation wurde ebenfalls adressiert, mit dem neuen Format wird allen Teams eine gleiche Chance gegeben, um sich für große Turniere zu qualifizieren."

Neben den Viertelfinal-Partien der Top-Teams aus den höchsten Ligen steigen in der kommenden Nations-League-Auflage, die im Herbst 2024 beginnt, noch weitere K.o.-Duelle. Die Liga-A-Dritten kämpfen in Hin- und Rückspiel gegen die Liga-B-Zweiten um den Verbleib in der höchsten Klasse, die Liga-B-Dritten gegen die Liga-C-Zweiten um die Zugehörigkeit zum zweithöchsten Level. Alle diese Partien werden im März 2025 ausgetragen.

Weiters beschloss das UEFA-Exekutivkomitee, dass der europäische Supercup im kommenden August nicht wie geplant in der russischen Stadt Kasan, sondern in Athen ausgespielt wird. Russische Teams sind seit Ende Februar 2022 wegen des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine von Wettbewerben der UEFA und des Weltverbands FIFA ausgeschlossen. Zudem wurde die U21-EM 2025 an die Slowakei vergeben.