Schubert leidet noch immer an den Nachwirkungen einer im Jänner erlittenen hartnäckigen Kapselverletzung im rechten Zeigefinger. "Es ist eine sehr komplexe Verletzung. Bis zu einem gewissen Level kann ich schon noch klettern - aber je näher ich ans Limit gehe, desto mehr schränkt mich die Verletzung ein. Auch hängt es stark davon ab, wie die Routen geschraubt sind. Bestimmte Griffe kann ich einfach nicht so halten, wie ich es müsste", erläuterte der Olympia-Dritte.

Tiroler setzt auf neue Behandlungsmethode

Mitgrund für den Verzicht ist eine neue Behandlungsmethode, die für eine langfristige Genesung sorgen soll. "Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit einem deutschen Spezialisten, selbst erfahrener Kletterer und Arzt. Wir haben eine neue Therapie geplant, die vielversprechend klingt. Ich habe in den letzten Monaten wirklich alles ausprobiert - Stoßwellentherapie, verschiedene Anwendungen, Eigenbluttherapie - manches hat kurzfristig geholfen, aber nichts dauerhaft."

Gerade sei er wieder an einem Punkt, an dem er Hoffnung habe und auch ein gutes Gefühl. "Ich glaube, das Wichtigste ist jetzt, wieder Energie zu tanken - auch wenn es schmerzt, dieses Jahr nicht vor Heimpublikum in Innsbruck antreten zu können", sagte Schubert. Der Kletter-Weltcup hat bereits am Montag begonnen, der letzte Bewerb geht am Sonntag über die Bühne.