Da die österreichische Museumslandschaft höchst unterschiedlich sei und nicht alle Häuser über finanzielle Puffer verfügten, "braucht es differenzierte, weitsichtige Entscheidungen statt pauschaler Kürzungen nach Besuchszahlen", hieß es in einer Aussendung der nationalen Dachorganisation der Museen. Zudem sei es wichtig, neben den Besucherzahlen auch "die öffentlich weniger sichtbaren Bereiche der Museumsarbeit" wie Sammlungs- und Vermittlungsarbeit in die Bewertung mit einzubeziehen. Museumsbund-Präsident Matthias Beitl, Direktor des Volkskundemuseums Wien, sieht in der Krise "auch eine Chance, Museumsarbeit endlich anders zu bewerten und den Erfolg nicht nur an der Zahl von Ausstellungsbesuchen zu messen".
Wien
Heimische Museen warnen vor Budgetkürzungen
In der Diskussion um Budgetkürzungen hat sich am Dienstag der Museumsbund Österreich zu Wort gemeldet: "Mit weniger Budget können Museen nicht dieselben Leistungen erbringen: Kürzungen führen zwangsläufig zu Abstrichen bei Angeboten, Vermittlung, Öffnungszeiten und der Betreuung der Sammlungen." Man erkenne an, dass Einsparungen unvermeidbar seien. "Umso wichtiger sind kooperative Gespräche, transparente Entscheidungsprozesse und eine langfristige, planbare Förderpolitik."
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