Es ist eine der uralten Menschheitstragödien, die der Rumäne Enescu (1881-1955) und sein Librettist Edmond Fleg unter Rückgriff auf die Sophokles-Dramen "König Ödipus" und "Ödipus auf Kolonos" in der 1936 in Paris uraufgeführten, französischsprachigen Oper erzählen. Er erzählt sie nicht neu, aber effektvoll - mit mächtig ausholender, den Zuhörer aber nie überfordernder Musik, etlichen wuchtigen Chorpassagen und Partien, die den Sängerinnen und Sängern alles abverlangen.
Bregenz
"Œdipe" bot erfolgreichen Start der Bregenzer Festspiele
Zu einem bejubelten Auftakt der neuen Intendanz hat sich am Mittwochabend die Eröffnungspremiere der 79. Bregenzer Festspiele gestaltet. Die Oper "Œdipe" von George Enescu erwies sich ebenso als Glücksgriff wie die Wahl von Regisseur Andreas Kriegenburg und des Leading Teams sowie der Besetzung. Mit ihrem finnischen Landsmann Hannu Lintu hatte Lilli Paasikivi zudem einen Dirigenten ausgesucht, der die Wiener Symphoniker im Festspielhaus zu Höchstleistungen motivierte.
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