Der Titel "Kästner, Kraftwerk, Cock Sparrer. Eine Liebeserklärung an die Gebrauchslyrik" sagt viel, aber nicht alles. Es ist eigentlich die Überschrift über die erste Vorlesung, in der sich Campino analytisch, scharfsinnig, kritisch und bei Bedarf humorvoll mit Lyrik auseinandersetzt, die er als "kleine Lebenshilfe zum täglichen Gebrauch" betrachtet - von Erich Kästner über Heinrich Heine bis zu Liedermachern. Alles andere als schulmeisterlich verwebt der Sänger Betrachtungen über Kunst, Zeitgeschichte und Haltung, gibt das Lebensgefühl junger Menschen in den frühen Nachkriegsjahren der BRD wieder, erläutert Hintergründe eigener Songs und erklärt, was Punk als Gegenentwurf zu Spießigkeit auslöste.