Dieses von Kompaktheit gekennzeichnete Theaterstück, das Lebensstationen Felders, sein Trachten nach Mündigkeit der Menschen und den sich daraus ergebenden Konflikt mit dem Klerus und den Besitzenden ineinander verzahnt, hat eine zu erwähnende Entstehungsgeschichte. Auftraggeber ist der 1969 zur Herausgabe von Felders Werken gegründete Franz Michael Felder Verein, in dessen Veranstaltungen auch die Beschäftigung von Felix Mitterer mit den Schriften von Felder dokumentiert ist. Im Gespräch mit der APA wertete Intendantin Stephanie Gräve die Initiative sowie die Übergabe des Textes an das Vorarlberger Landestheater als "schönes Geschenk". Sie schätzt Mitterers Arbeit sehr, betonte sie. Wenn der Text des Autors nun in einer Fassung des Regisseurs Stefan Otteni und der Dramaturgin Juliane Schotte zur Uraufführung gekommen ist, so bedeute dies vor allem, dass die damalige politische Debatte mit weiteren Original- bzw. Felder-Texten ergänzt wurde.