Isidora tritt würdig die Nachfolge von berühmten literarisch verewigten Artgenossen wie Jolly Jumper ("Lucky Luke") oder Kleiner Onkel ("Pippi Langstrumpf") an - und krempelt den Alltag ihrer "Entführerinnen" gehörig um. Maja Stirner, die Ich-Erzählerin des Buches, und ihre Nichte Cordelia verfügen zwar über genügend Zeit (die Tante betätigt sich im Homeoffice als gelegentliche Ghostwriterin von Diplomarbeiten oder Abtipperin von Interviews) und sogar über ein kleines Häuschen samt Garten in einer Wiener Vorstadt - aber über keinerlei einschlägiges Wissen in Pferdehaltung.
Wien
Am Donnerstag bei den O-Tönen: "Der beste Tag seit langem"
Isidora heißt die Protagonistin einer originellen Geschichte, die von der seit 2012 in Wien lebenden deutschen Journalistin und Autorin Jana Volkmann am Donnerstag beim Literaturfestival O-Töne im Wiener Museumsquartier vorgestellt wird. "Der beste Tag seit langem" erzählt von zwei Frauen, die eines Nachts vor einem Gasthaus ein herrenloses schwarzes Pferd entdecken, Mitleid mit dem völlig erschöpften Tier haben und es mit nach Hause nehmen. Sie taufen die Stute Isidora.
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