Mit der Entlassung folgte die Generalversammlung der Kreativ-, Kultur- und Veranstaltungsholding (KKV) der einstimmigen Empfehlung des LIVA-Aufsichtsrats, der zuvor getagt hatte. Eine Compliance-Prüfung durch KPMG-Wirtschaftsprüfer habe bereits bekannte "weitere, schwere Verfehlungen" von Kerschbaum an den Tag gebracht. Diese betreffen In-Sich-Geschäfte, Nebentätigkeiten und Nebenbeschäftigungen, Dienstreisen, Spesen, Vergabevorgänge und "ein den Compliance-Richtlinien völlig widersprechendes Führungsverhalten", sagte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Ob auch strafrechtlich Schritte gesetzt werden, war vorerst noch offen. Das Kontrollamt hatte aufgrund der neuen Erkenntnisse geraten, einzelne Sachverhalte der Staatsanwaltschaft zur Prüfung zu übermitteln.