Wien
Anna Bergmann seziert im Volkstheater toxische Männlichkeit
Ein pechschwarzes Haus, eine einsame Parkbank und viel leerer Raum: In ihrer Inszenierung von Ödön von Horváths "Die Unbekannte aus der Seine" verwandelt die deutsche Regisseurin Anna Bergmann die Volkstheaterbühne in eine Art Mausoleum der gerade noch Lebenden - und eines Tötenden. Denn die dem Stück seinen Namen gebende Wasserleiche ist hier keine Selbstmörderin, sondern Opfer eines Femizids. Ein beklemmender Abend, der das Genre der Komödie weit hinter sich lässt.
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