Es wirkte wie inszeniert und war doch bittere Realität: Am Freitagabend musste die Premiere einer "Liebeserklärung an den Tod" im Wiener Volkstheater unterbrochen werden, um einen Zuschauer medizinisch notversorgen zu können. Nach bangen Minuten gab der kaufmännische Direktor Cay Stefan Urbanek grünes Licht für die Fortsetzung der Vorstellung. Wolfgang Menardis Versuch, dem Tod durch Texte der Wiener Gruppe zu huldigen, wurde allerdings im Dekor erstickt.