Wöginger soll 2017 beim damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, interveniert haben, damit ein ÖVP-Bürgermeister den Posten als Leiter des Finanzamts Braunau erhält. Die beiden Mitangeklagten sind in der Hearing-Kommission für die Postenvergabe gesessen und haben den Kommunalpolitiker hoch bewertet. Allen dreien wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, den beiden Finanzbeamten zudem falsche Beweisaussage vor dem Bundesverwaltungsgericht, das sich mit der Besetzung befasst hatte.
Linz/Wien
Wöginger-Prozess - Hearing-Chef: "Habe korrekt gehandelt"
Im Landesgericht Linz ist am Donnerstag der Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte in der "Postenschacher"-Causa weitergegangen. Am Wort war der Erstangeklagte, der sich nicht schuldig bekannte und beteuerte, "absolut korrekt gehandelt" zu haben. Belastende Zeugenaussagen wies er vehement zurück. Den drei Beschuldigten wird vorgeworfen, bei der Besetzung der Leitung des Finanzamts Braunau einen ÖVP-Bürgermeister bevorzugt zu haben.
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