Im Allgemeinen sei eine Luftverteidigung mit Österreichs 15 Abfangjägern nicht möglich, so die Offiziersgesellschaft in einer Aussendung. Seitens des Bundesheeres hieß es, dass es keine Luftraumüberwachung rund um die Uhr gibt. Das System sei darauf nicht ausgerichtet. Grundsätzlich werde der Luftraum von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang überwacht, da die Masse der Flugbewegungen in dieser Zeit stattfindet. Für eine Dauer-Überwachung würde man hingegen 30 bis 40 Flugzeuge brauchen. Ständig gibt es allerdings eine passive Luftüberwachung durch das Radarsystem "Goldhaube" - damit wisse man stets, was über Österreich fliegt.
Wien
Luftraumüberwachung - Personalmangel beim Heer im Fokus
Dass Österreichs Luftraum am Wochenende wegen eines Überstundenabbaus der Fluglotsen ungeschützt war, hat die prekäre Personalsituation des Bundesheeres erneut in den Fokus gerückt. Die Offiziersgesellschaft richtete am Montag die Forderung nach einer Personaloffensive an die nächste Bundesregierung. Nachdem die Eurofighter am Wochenende am Boden bleiben mussten, herrscht seit Wochenbeginn wieder Normalbetrieb, sagte ein Sprecher des Bundesheeres zur APA.
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