Auch Justizministerin Alma Zadić sprach bei der Pressekonferenz am Dienstag von einer "Richtungsentscheidung" bei der Wahl. Die Politikerinnen verwiesen auf Ungarn, schließlich würde Kickl dessen Ministerpräsident Viktor Orbán nacheifern. Frauen würden dort mit Müttern gleichgesetzt, kritisierte Disoski. Veraltet ist laut Zadić aber auch das Frauenbild der ÖVP, diese gehe davon aus, dass "Mamas und Omas es schon richten werden." Die Grünen seien die einzige Partei mit einem "echten und glaubwürdigen Programm für Frauen", meinte Disoski. So habe es unter grüner Regierungsbeteiligung etwa eine Verdreifachung des Frauenbudgets oder den ersten Frauengesundheitsbericht seit zehn Jahren gegeben.
Wien
Grüne sehen Frauenrechte unter rechter Regierung in Gefahr
Die Grünen haben bei der Präsentation ihres Frauenprogramms für die Nationalratswahl ausgiebig vor einer Beschneidung von Frauenrechten unter einer rechten Regierung gewarnt. FPÖ-Chef Herbert Kickl würde Frauen zu "Engelmacherinnen" - jenen, die illegal Abtreibungen durchführen - zurückkatapultieren, sagte etwa die grüne Frauensprecherin Meri Disoski. Die Ideen im Wahlprogramm umfassen u.a. einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und ein neues Pensionsmodell.
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