Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte am Montag einmal mehr "moderne Überwachungsmethoden" gefordert. Ein diesbezüglicher Gesetzesentwurf liege seit Monaten bei den Grünen, sagte Karner am Rande eines Pressetermins. Die darin enthaltenen Möglichkeiten etwa zur Messenger-Überwachung "machen Sinn", für ein "andauerndes Herumschrauben" habe er "kein Verständnis". "Terroristen schreiben keine Briefe", betonte der Innenminister und verwies für weitere Nachfragen auf den Koalitionspartner. Man sei für die Umsetzung auf eine Mehrheit im Nationalrat angewiesen. Die Grünen hatten sich zuletzt grundsätzlich gesprächsbereit gezeigt, jedoch einen Vorschlag gefordert, der grundrechts-, datenschutz- sowie verfassungskonform sei.
Wien/Ternitz/Wiener Neustadt
Grüne wollen ÖVP-Entwurf zu Überwachung begutachten lassen
Nach den verhinderten mutmaßlichen Anschlagsplänen auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien öffnen sich nun die Grünen für eine mögliche Erweiterung der Befugnisse der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) zur Messenger-Überwachung: Ein entsprechender Entwurf des Innenministeriums soll in die Begutachtung geschickt werden, hieß es am Montag zur APA. Dann hätten Juristen und Experten "Gelegenheit, sich eine fundierte Meinung zu bilden".
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