Die Angeklagte bekannte sich gegenüber dem Geschworenengericht unter Vorsitz von Richterin Michaela Sanin schuldig. Sie gab zu das Benzin verschüttet und angezündet zu haben - sie hätte lediglich nicht mit einem so großem Feuer gerechnet. Nach einigen widersprüchlichen Aussagen gab sie ebenfalls zu, dass sie es für möglich gehalten hätte, ihren Ehemann mit dem Feuer umzubringen. In der Wohnung befanden sich jedoch nicht nur ihr Ehemann, sondern auch die vier gemeinsamen Kinder, die bei dem Brand ebenfalls sterben hätten können. Ein Nachbarsmädchen bemerkte das Feuer und alarmierte die anderen Bewohner. Die Einzige, die verletzt wurde, war die Angeklagte selbst. Diese erlitt beim Entzünden des Feuers schwere Verbrennungen.

Laut Sachverständigem Peter Anderwald war es ein Wunder, dass bei der massiven Menge an Benzin nicht mehr passiert ist. Außerdem gab er zu Protokoll, dass sich der Brand schnell über mehrere Wohnung ausgebreitet hätte, wenn die Bewohner nicht eingeschritten wären. "Es war wirklich ein Glück, dass das Nachbarsmädchen den Brand wahrgenommen hatte", erklärte der Gutachter.

Staatsanwältin Daniela Zupanc richtete sich vor der Urteilsfindung nochmals an die Geschworenen, sich nicht von der Angeklagten und ihren vielen verschiedenen Versionen zur Tat täuschen zu lassen: "Sie hatte alles geplant und in Kauf genommen, dass ihre Kinder dabei umkommen."

Die Entscheidung der Geschworenen über den Mordversuch am Ehemann war einstimmig. Die Staatsanwaltschaft hatte auch bezüglich der Kinder versuchten Mord angeklagt, hiervon waren letztlich aber nur zwei Geschworene überzeugt. Die Mehrheit des Senats glaubte der Angeklagten, dass sie es nicht für möglich gehalten hatte, die im Nebenzimmer schlafenden Kinder mit dem Feuer zu gefährden.

Angesichts des Urteils erbat die Angeklagte drei Tage Bedenkzeit. Staatsanwältin Zupanc gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.