Zum ersten schweren Unfall kam es gegen 17.45 Uhr im Bereich des Roten Berges in Hietzing. Ein 13-Jähriger kam aufgebracht einem Team der Berufsrettung entgegen und zeigte schwere Verletzungen im Bereich der Hand. Beim Hantieren mit einem Böller dürfte dieser explodiert sein, zwei Finger wurden dadurch teilamputiert.
In der Brigittenau wurde ein Tourist durch einen Knallkörper schwer verletzt. Der 22-Jährige dürfte kurz vor 23.00 Uhr laut eigenen Angaben durch einen solchen getroffen worden sein. Er erlitt schwere Verletzungen an einem Auge, Verbrennungen im Gesicht sowie Schnittverletzungen. Weiters klagte der 22-Jährige über Hörprobleme.
Auf dem Kahlenberg wurde ein 22-Jähriger von einem Böller getroffen. Dabei verschluckte der Mann laut eigenen Angaben einen Teil des davor gezündeten Knallkörpers und klagte danach über Übelkeit und brennende Schmerzen im Hals. Auch er kam in ein Spital.
Zu Silvester wurden die Rettungskräfte vor allem in den Abend- sowie in den Nachtstunden zu weiteren Einsätzen gerufen, da Personen durch Knallkörper und Raketen verletzt wurden. Sie versorgten eine Vielzahl an Personen, die über Verbrennungen an den Händen und im Gesicht sowie über Augenverletzungen und Probleme mit dem Gehör klagten, so die Berufsrettung.
Wienweit kam es laut Polizei zu 136 Anzeigen und zwölf Organmandaten nach dem Pyrotechnikgesetz. Insgesamt wurden rund 2.342 pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilo sichergestellt. Zusätzlich wurden 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit der Zündung pyrotechnischer Gegenstände erstattet.
In der Puchsbaumgasse in Favoriten hielten Beamte zwei Personen wegen Verwendung pyrotechnischer Gegenstände an. Bei einer Frau wurde eine Schreckschusswaffe samt Munition festgestellt. Die 37-Jährige verhielt sich aggressiv, schrie und beschimpfte die Beamten. Sie wurde festgenommen, eine Beamtin von der Tobenden durch einen Tritt gegen das Schienbein leicht verletzt.