Nägerl (58) ist wohl einer der höchstdekorierten Wissenschafter in Österreich. Der gebürtige Deutsche, der mit kurzer Unterbrechung seit 1995 an der Uni Innsbruck arbeitet, hat mit dem Start- und Wittgenstein-Preis (2003 bzw. 2017) des Wissenschaftsfonds FWF die zwei höchstdotierten österreichischen Forschungsförderpreise erhalten. Vom ERC wurde er zudem 2011 mit einem "Consolidator Grant", 2018 mit einem "Advanced Grant" und im Juni dieses Jahres mit seinem zweiten "Advanced Grant" ausgezeichnet.
Innsbruck/Wien
Tiroler Physiker will hochdotierten Förderpreis zurücklegen
Die Förderpreise des Europäischen Forschungsrats (ERC) sind heiß begehrt. Im beinharten Wettbewerb vergeben und mit bis zu 2,5 Mio. Euro dotiert, gelten sie als Maßstab für internationale Spitzenforschung - für die Preisträger und die Einrichtung, wo sie tätig sind. Nun will der Quantenphysiker Hanns-Christoph Nägerl von der Uni Innsbruck seinen 2,5 Mio. Euro schweren, im Juni zuerkannten "Advanced Grant" zurücklegen. Grund: "Es fehlt mir die Unterstützung des Rektorats."
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