Den Ermittlern, die den Lkw öffneten, bot sich ein grauenhaftes Bild: 71 Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und dem Iran hatten auf engstem Raum um ihr Leben gekämpft. Beim Eintreffen der Polizei trat bereits Verwesungsflüssigkeit aus der Ladefläche. Später stellte sich heraus, dass die Flüchtlinge schon am Tag vor ihrem Auffinden auf ungarischem Staatsgebiet gestorben waren.
Parndorf
Flüchtlingsdrama von Parndorf jährt sich zum zehnten Mal
Am Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung wurde das Burgenland 2015 zum Schauplatz einer Tragödie: Am 27. August entdeckte ein Mitarbeiter der Asfinag auf der Ostautobahn (A4) bei Parndorf einen etwa 7,5 Tonnen schweren Kühl-Lkw, der in einer Pannenbucht abgestellt war. Im luftdicht verschlossenen Laderaum befanden sich die Leichen von 71 Flüchtlingen, die während der Schlepperfahrt erstickt waren. Die vier Haupttäter wurden 2019 in Ungarn zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
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