In Zukunft wird es dadurch möglich sein, Daten von Tatverdächtigen über Ländergrenzen in Südosteuropa automatisiert abzugleichen. Davor war der Abgleich in Echtzeit mit Staaten außerhalb der EU noch nicht möglich, sagte ein Ministeriumssprecher der APA. Die technische Infrastruktur dafür sei in Österreich schon vorhanden und wird auch in den anderen Vertragsländern schrittweise eingeführt. Hierzulande gesicherte Fingerabdrücke, DNA-Spuren und Fahrzeug-Daten können dann mit den Datenbanken der anderen Vertragsstaaten automatisiert überprüft werden. Dabei werden höchste datenschutzrechtliche Standards eingehalten, betonte das Ministerium.
Wien
Abkommen mit Balkan-Ländern zu DNA-Datenabgleich ratifiziert
Der Nationalrat hat ein internationales Abkommen ratifiziert, das die Kriminalitätsbekämpfung in Richtung Balkan und Südosteuropa verbessern soll. Das Abkommen ermögliche den automatisierten Austausch von DNA- und Fingerabdruckdaten sowie von Daten aus dem zentralen Fahrzeugregister zwischen Österreich, Albanien, Bulgarien, Ungarn, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien und Serbien, teilte das Innenministerium der APA mit.
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