Die Übergriffe auf den Betroffenen ereigneten sich in der Nacht auf den 23. Oktober 2023 in einer Zelle in der Justizanstalt (JA) Wien-Josefstadt, in der vier Ungarn untergebracht waren. Der 26-Jährige wurde von einem älteren und ihm körperlich deutlich überlegenen Mitgefangenen zunächst geschlagen, weil dieser ihm ein Verhältnis mit seiner Ehefrau unterstellte. Nach den Schlägen wurde der 26-Jährige vom Angeklagten und dem dritten Mitgefangenen auf einem Sessel festgehalten, während ihm der Haupttäter den Kopf rasierte und ihm anschließend mit einem rußgeschwärzten Nagel und Shampoo einen Penis auf die rechte Schulter tätowierte.
Wien
Fünf Jahre Haft für Misshandlung eines Häftlings in Wien
Weil er an der Misshandlung und dauerhaften Verunstaltung eines Mithäftlings beteiligt war, ist ein 49-Jähriger am Freitag am Wiener Landesgericht zur Verantwortung gezogen worden. Der mehrfach vorbestrafte Ungar wurde wegen Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen und zusätzlich für einige Ladendiebstähle zu fünf Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
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