Die Gewässerrenaturierung sei eine der nachhaltigsten Schutzmaßnahmen, doch investiert werde wenig in diese. Das Budget für Autobahnen und Schnellstraßen sei seit 2002 pro Jahr im Schnitt hundertmal höher gewesen. Greenpeace fordert die nächste Regierung dazu auf, das Renaturierungsgesetz und eine Bodenschutzstrategie rasch umzusetzen sowie massiv in natürlichen Hochwasserschutz zu investieren. "Österreich verbaut Böden, zwängt Flüsse ein und vergisst, der Natur ihren Raum zu lassen. Diese Fehlausgaben rächen sich jetzt", lautete die Kritik von Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner.
Wien
Greenpeace-Kritik: Vernachlässigungen bei Hochwasserschutz
Greenpeace hat am Montag Kritik an der starken Vernachlässigung des natürlichen Hochwasserschutzes in Österreich seit 2002 geübt. Eine von der NGO durchgeführte Budgetanalyse anlässlich der Hochwasserkatastrophe zeige, dass viel mehr Geld für Beton und Asphalt aufgewendet worden sei, statt für die Entsieglung von Flächen oder der Renaturierung von Flüssen. Insbesondere Niederösterreich sei ein Negativbeispiel.
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