Auch in anderen Städten des Landes kam es zu Protesten, darunter in Nantes, Marseille und Bordeaux. Die Menschen lehnen die Erhöhung des Pensionseintrittsalters von 62 auf 64 Jahre ab, die Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag unter Umgehung einer Parlamentsabstimmung durchgesetzt hatte. Ein breites Bündnis der wichtigsten französischen Gewerkschaften hat weitere Aktionen angekündigt, um die Anhebung rückgängig zu machen. Schon in den vergangenen Wochen waren teils hunderttausende Menschen gegen die Pläne auf die Straßen gegangen. Am Freitag waren im Zuge der Proteste 61 Menschen vorübergehend festgesetzt worden.
Außenpolitik
Tränengas bei Protesten gegen Pensionsreform in Frankreich
Bei Protesten gegen die Pensionsreform von Präsident Emmanuel Macron ist es in Frankreich am Samstag den dritten Abend in Folge zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. In Paris wurden Mülltonnen und Mistkübel in Brand gesteckt, die Polizei setzte Tränengas ein. Wie der Nachrichtensender "BFMTV" unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, seien 81 Menschen festgenommen worden. Zu der Kundgebung hatten sich etwa 4.000 Demonstranten eingefunden.
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