Kurz zuvor war bekannt geworden, dass das größte Atomkraftwerk Europas vollständig heruntergefahren werden musste. Laut der ukrainischen Atombehörde Enerhoatom waren aufgrund von Beschuss zwischenzeitlich alle Verbindungslinien zum Stromnetz unterbrochen. Auch die russische Seite bestätigte die Abschaltung des Kraftwerks, auf dessen Gelände sich zur Beobachtung der Lage weiter auch zwei Mitarbeiter der Internationalen Atombehörde IAEA aufhalten.
Diese warnen wegen der instabilen Lage in der Atomanlage vor einer Katastrophe. Sie zeigten sich besorgt über die fehlende externe Stromversorgung für die Kühlung von Reaktorkernen und Atommüll.
Das AKW war am Samstagabend auch Thema eines Telefongesprächs von Macron mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Macron sprach sich dabei laut einer Mitteilung des Élyséepalasts erneut für einen Abzug der russischen Truppen aus dem AKW aus.