"Es ist ja nichts Neues, dass der Kreml politische Prozesse vielerorts zu beeinflussen versucht", sagte der stellvertretende Regierungschef. "Dank der Geschlossenheit der moldauischen Gesellschaft und dank der unglaublichen Solidarität der internationalen Gemeinschaft haben wir den intensiven hybriden Attacken standhalten können". Das Land sei in den vergangenen Jahren resilienter gegen bösartige Einflussnahme geworden, das EU-Referendum in Moldau vergangenes Jahr (in dem sich die Befürworter mit 50,4 Prozent knapp durchsetzten, Anm.) habe eine "laute und deutliche Sprache" gesprochen. Die Moldauer seien von Natur aus Europäer. "Wir müssen nur die Beitrittsverhandlungen abschließen", so der Minister. Als Beleg für erfolgreiche Reformen in seinem Land führt er die positive Beurteilung des Landes im jüngsten Fortschrittsbericht der EU-Kommission ins Treffen.
Neuhaus/EU-weit
Russland zum Trotz: Moldau setzt ganz auf EU-Beitritt
Trotz der vielfach als Bedrohung empfundenen Nachbarschaft Russlands und dem nach wie vor ungelösten Problem der abtrünnigen Region Transnistrien ist die moldauische Regierung zuversichtlich, den eingeschlagenen Kurs Richtung EU erfolgreich fortsetzen zu können. Der Außenminister und Vizepremier der ehemaligen Sowjetrepublik, Mihail (Mihai) Popşoi, sprach mit der APA anlässlich eines Besuchs im Honorarkonsulat der Republik Moldau in der Kärntner Ortschaft Schwabegg.
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