Rutte sagte, dass man bei der Drohnenabwehr von der Ukraine lernen könne. Die Abschussregeln sollen unverändert bleiben, weil ein Abschuss als bedrohlich eingestufter Kampfjets schon jetzt möglich sei. Er finde nicht, dass grundsätzlich abgeschossen werden solle. Der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa, der US-General Alexus Grynkewich, sieht das ebenso. Nach Angaben von Diplomaten will er Alliierte allerdings dazu bringen, nationale Einschränkungen für die Beteiligung ihrer Streitkräfte an Nato-Einsätzen so weit wie möglich aufzuheben. Diese können beispielsweise vorsehen, dass Kampfjet-Piloten sich nicht an Abschussmanövern beteiligen und nur in bestimmten Lufträumen fliegen dürfen.
Brüssel
NATO-Minister beraten über Drohnen-Schutzwall für Europa
Unter dem Eindruck der jüngsten Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets und Kamikaze-Drohnen beraten die Verteidigungsminister der NATO-Staaten am Mittwoch über einen gemeinsamen Drohnen-Schutzwall. Das Bündnis arbeite diesbezüglich mit der EU zusammen, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte zum Auftakt der Sitzung. Die NATO stelle militärische Fähigkeiten zur Verfügung, während die EU die Soft Power des Binnenmarktes innehabe und dafür sorge, dass das Geld da sei.
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