Zudem wurde Europa zu mehr Selbstbewusstsein aufgefordert. Nicht zuletzt wegen seines ökonomischen Potenzials brauche es sich nicht verstecken, meinte etwa Van der Bellen. "Also, mein Appell ist Einigkeit, Stärke und Unabhängigkeit Europas." Das gelte etwa auch hinsichtlich der aus seiner Sicht irregeleiteten Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. "Zölle bremsen die Wirtschaft statt sie zu fördern", dozierte der ehemalige Wirtschaftsprofessor, allenfalls "sichern sie auf kurze Frist Arbeitsplätze, aber nicht auf Dauer." Hingegen würde lediglich Unsicherheit gesät.
New York/Wien
Staatsspitze plädiert bei UNO für "Multilateralismus"
Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) haben am Mittwoch anlässlich der UNO-Generaldebatte eine Lanze für den Multilateralismus gebrochen. Die Vereinten Nationen seien zum 80. Jahrestag ihre Bestehens zwar global mit Umbrüchen konfrontiert, doch brauche es gerade wegen zahlreicher Krisenherde weiter "offene Gesprächskanäle", so der Tenor bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.
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