Die vier österreichischen Hilfsorganisationen, die in Gaza Hilfe leisten, wandten sich vor der heutigen Ministerratssitzung direkt an die Bundesregierung und forderten diese zum Handeln auf. "Von der österreichischen Politik kommen bis jetzt nur Worte. Es wird zwar zur Einhaltung des Völkerrechts gemahnt, aber tatsächliche Taten sind bisher nicht passiert", sagte Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen Österreich, bei der Kundgebung am Mittwoch vor einem überdimensionalen Klemmbrett. Die Regierung müsse aktiv werden und all ihre politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen.
Wien
Hilfsorganisationen fordern Handeln der Regierung in Gaza
"Gaza muss dringend auf die Agenda des Ministerrats gesetzt werden", forderten die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, Caritas, Diakonie und SOS-Kinderdorf am Mittwochfrüh am Ballhausplatz. Die Bundesregierung müsse konkrete Maßnahmen beschließen, die auf einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand in Gaza abzielen. Weiters müsse sie sich für einen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe und die Freilassung von Geiseln einsetzen.
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