Europa habe in Alaska auf der Bühne gefehlt, bemängelte Juncker. Gleichsam könne man sich ohne entsprechende Argumente nicht auf diese drängen, verwies der 70-Jährige auf die Wichtigkeit europäischer Verteidigungsfähigkeiten. Er sei ein Kind des Kalten Krieges: "Wir sind großgeworden mit der Angst vor russischen Raketen". Dann sei jedoch die Wende gekommen und Friedensversprechungen. Diese Hoffnungen hätten sich nicht erfüllt, bedauerte Juncker, der von 2014 bis 2019 Kommissionspräsident war. Nun müsse man durch Aufrüstung ein neues Gleichgewicht herstellen.
Alpbach
Alaska-Gipfel - Juncker: Außer "Bildern" nichts gebracht
Äußerst wenig angetan hat sich Ex-EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vom Ergebnis des Alaska-Gipfels zum Ukraine-Krieg zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin gezeigt. Das Gipfeltreffen habe abseits "bunter Bilder" nichts gebracht, kritisierte Juncker. Europa müsse nun "aufrüsten, auch wenn ich das nicht gern sage", betonte der Luxemburger in einer Interviewrunde zum Auftakt des Europäischen Forum Alpbach in Tirol am Sonntag.
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