Das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) teilte mit, dass sein Lebensmittel-Konvoi mit 25 Lastwagen Sonntagfrüh nahe der Stadt Gaza "auf eine große Menge hungriger Zivilisten" getroffen sei, "die unter Beschuss gerieten", kurz nachdem er die Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen überquert hatte. Die israelische Armee wies die Angaben des Zivilschutzes zu den Getöteten als falsch zurück und erklärte auf Anfrage, dass sich Tausende von Palästinensern nahe der Stadt Gaza versammelt hätten. Die Soldaten hätten in diesem Gebiet "Warnschüsse" abgegeben, "um eine unmittelbare Bedrohung für sie zu beseitigen".
Gaza
Laut Hamas-Behörde 93 Hilfesuchende in Gaza getötet
Der von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutz im Gazastreifen hat der israelischen Armee vorgeworfen, am Sonntag das Feuer auf Hilfesuchende eröffnet und mindestens 93 Menschen getötet zu haben. Alleine in Gaza-Stadt seien nach der Ankunft eines Hilfskonvois 80 Menschen getötet worden, sagte Zivilschutzsprecher Mahmoud Bassal. Die israelische Armee wies die Angaben zurück und kündigte zugleich eine Ausweitung ihres Einsatzes im Zentrum des Gazastreifens an.
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