"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Firmen dann noch guten Gewissens in Estland, Polen oder Rumänien investieren", sagte der stellvertretende wiiw-Direktor Richard Grieveson im Gespräch mit der Austria Presse Agentur unter Verweis auf die von Donald Trump in Zweifel gezogenen Sicherheitsgarantien für die NATO-Partner der Region. Österreich und Europa würden - wie die Ukraine - zu den großen Verlierern eines solchen "Deals" gehören. Ein Diktatfrieden würde auch das Ende der Friedensdividende bedeuten: dem Einsparen von Budgetmitteln durch die Kürzung der Militärausgaben. Europa wäre gezwungen viel stärker aufzurüsten als bisher. Gewinner in der Union wären einzig und allein die großen Rüstungskonzerne.
Wien
Diktatfrieden in Ukraine würde Österreich "indirekt treffen"
Ein von den USA forcierter Diktatfrieden zwischen der Ukraine und Russland würde Österreich Wirtschaftsexperten zufolge "indirekt treffen". Ein solcher "Friedensschluss" würde deutlich weniger Investitionen in Osteuropa bedeuten - einer Region, in der 20 Prozent des heimischen Außenhandels abgewickelt wird. "Das würde Österreichs Wirtschaft belasten, denn man gehört zu den Hauptinvestoren in Osteuropa", sagten Experten des Wiener Instituts für Wirtschaftsvergleiche (wiiw).
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