Spanische Medien werteten die Wahl Illas als Neuanfang für die Region, die seit mehr als zehn Jahren vom Streit über Forderungen nach Unabhängigkeit erschüttert wird. Überschattet wurde die als historisch bezeichnete Wahl Illas jedoch von der Rückkehr des Separatistenführers Carles Puigdemont nach fast sieben Jahren Exil.

Der 61-Jährige, gegen den ein Haftbefehl vorliegt, tauchte am Morgen im Zentrum Barcelonas auf, hielt eine Rede vor Anhängern und verschwand dann wieder spurlos. Der Polizei, die ihn festnehmen wollte, entkam Puigdemont offensichtlich auch mithilfe von zwei Polizisten, von denen einer sein Auto zur Verfügung stellte, wie mehrere Medien unter Berufung auf Polizeikreise berichteten. Was Puigdemont nun aus dem Untergrund plant, war zunächst unbekannt. Ein Vertrauter ließ in der nacht über soziale netzwerke wissen, Puigdemont sei wohlauf und "vor allem in Freiheit". Nähere Angaben gab es keine.