Die russische Reaktion auf die grenzüberschreitende Offensive erfolgte erst langsam. Über das Gebiet Kursk, in dem Tausende auf der Flucht sind, wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Bahnhöfe der grenznahen Städte Sudscha, Korenowo und Psel wurden für den Passagierverkehr geschlossen, wie die Eisenbahndirektion in Moskau mitteilte. Verletzte aus dem Gebiet Kursk, vor allem Kinder, wurden in Krankenhäuser in der Hauptstadt gebracht. Von dort wiederum fuhren Ärzte in das umkämpfte Gebiet.
Moskau
Russland kämpft gegen ukrainische Offensive im eigenen Land
Die ukrainische Armee hat den dritten Tag in Folge ihre Offensive über die Grenze ins russische Gebiet Kursk vorangetrieben und Geländegewinne erzielt. Zwar teilten die zivilen russischen Behörden in Kursk wie auch das Verteidigungsministerium in Moskau mit, der ukrainische Vormarsch sei gestoppt worden. Doch laut dem russischen Militärblog Rybar, der dem Ministerium nahesteht, rückten die Ukrainer weiter vor, zogen Reserven nach und begannen ihre Stellungen zu befestigen.
© APA/Russian Defence Ministry