Am Mittwochabend wird Netanyahu zunächst vor dem US-Kongress in Washington sprechen. Die Rede vor beiden Häusern des Kongresses wird mit Spannung erwartet - die Beziehungen zwischen den USA und Israel sind wegen der israelischen Offensive im Gazastreifen äußerst angespannt. Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hatte zuletzt verstärkt Druck auf Netanyahu gemacht, bei dem militärischen Vorgehen in dem Palästinensergebiet auf den Schutz der Zivilbevölkerung zu achten.

Am Donnerstag will Biden den israelischen Regierungschef dann im Weißen Haus empfangen. Der 81-Jährige hatte am Sonntag angesichts der Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness den Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt. Stattdessen tritt für die Demokraten nun vermutlich Vize-Präsidentin Kamala Harris. Sie will Netanyahu während seines US-Besuchs ebenfalls treffen.

Trump hatte am 13. Juli bei einem Wahlkampfauftritt einen Anschlag knapp überlebt. Wenige Tage später wurde der 78-Jährige offiziell als Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November nominiert.