Bei den Kinderfreunden fehlen im Kindergarten 20 Prozent der Kinder, vor allem bei den Unter-Dreijährigen. Die Gründe für die Abmeldungen und Abwesenheiten sind vielfältig, wie eine Sprecherin gegenüber der APA berichtet: Bei manchen gebe es etwa Angst vor Ansteckung, vor allem wenn im näheren Umfeld gefährdete Angehörige leben. Dadurch würden die Kinder später in den Kindergarten eintreten und die Familien versuchen, den Spagat von Homeoffice und Kinderbetreuung zu schaffen. Andere würden die Wiederaufnahme des Jobs nach der Karenz verschieben oder hätten den Job verloren. Als erste Bildungseinrichtung, in der die Kinder Strukturen, Normalität und Förderung erleben, wäre der Kindergartenbesuch jedoch wichtig, betont die Sprecherin. Durch Impfungen und regelmäßige Tests der Pädagoginnen sei auch bereits ein wesentlicher Schritt Richtung Normalität geglückt.
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Privatkindergärten kämpfen mit Abmeldungen und Mehrkosten
Während sich die Schulen seit Beginn der Coronapandemie im On/Off-Modus befinden und es in Phasen des Fernunterrichts nur bei Bedarf Betreuung für die Unter-14-Jährigen gibt, herrscht an den Kindergärten abgesehen vom ersten Lockdown im Frühjahr 2020 weitgehend Normalbetrieb. Teilweise wurden allerdings Kinder abgemeldet oder besuchen den Kindergarten seltener oder gar nicht, dazu kommen Mehrkosten durch die Pandemie. Das belastet die Finanzen der Wiener Privatkindergärten.
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