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Ausgewilderte Orang-Utans leben sich gut im Dschungel ein

Gute Nachrichten aus dem Dschungel von Borneo: Zehn Orang-Utans, die vor knapp drei Wochen in zwei Schutzwäldern ausgewildert wurden, geht es laut Beobachtern der BOS Foundation (Borneo Orangutan Survival) gut in ihrem neuen Zuhause. Es war das erste Mal seit Beginn des Corona-Lockdowns, dass eine Gruppe der rotbraunen Menschenaffen in die Freiheit entlassen wurde. Die Aktion fand unter strengen Hygieneauflagen statt.

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© APA (AFP)
 

Nun werden die Spuren der Orang-Utans von Post-Release-Monitoring (PRM)-Teams überwacht, um sicherzustellen, dass es allen Tieren gut geht. Das ist oft nicht einfach, weil die Primaten sich meist in den Baumkronen fortbewegen und auch in luftiger Höhe ihre Schlafnester bauen. Dennoch gelang es einem Team, den beiden Männchen Freet (27) und Juve (25) sowie dem 28-jährigen Weibchen Britney auf den Fersen zu bleiben.

"Freet, Juve und Britney scheinen sich vorbildlich in ihrem neuen Zuhause im Kehje Sewen Wald einzuleben", teilte BOS am Montag mit. Sie seien bestens gewappnet für all die Abenteuer, die sie nun erwarteten. Auch von den anderen Orang-Utans, die im Bukit-Batikap-Schutzwald in Zentral-Kalimantan freigelassen wurden, gibt es gute Neuigkeiten: "Nenuah, Noel, Hugus und Bali wurden bereits mehrfach gesichtet, und die Freiheit scheint ihnen gut zu bekommen", hieß es.

"Nach einer Auswilderung beginnt die eigentliche Arbeit. Denn Freiheit bedeutet im Regenwald immer auch Überleben ohne menschliche Hilfe", sagte Daniel Merdes, Geschäftsführer von BOS Deutschland. Die Teams sollen mehrere Monate bereitstehen. Aber nur selten müsse ein Orang-Utan wieder zurück in die Rettungsstation gebracht und "nachgeschult" werden, so Merdes.

Das Abenteuer Freiheit begann für die sieben Männchen und drei Weibchen, darunter ein Mutter-Kind-Paar, am 16. Februar. Mit an langen Leinen befestigten Boxen waren die neuen "Wilden" per Helikopter in die entlegenen Auswilderungswälder transportiert worden. So wurde vermieden, Dörfer und Siedlungen zu durchqueren, um das Risiko für Ansteckungen inmitten der Virus-Krise so gering wie möglich zu halten. Denn es ist noch immer nicht klar, ob sich Orang-Utans mit SARS-CoV-2 infizieren können.

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