Zu Beginn gab es wieder einmal Anträge eines Angeklagten, der unbedingt zwölf weitere Zeugen hören möchte. Sein Anwalt meldete sich zu Wort: "Diesen Antrag stelle ich nicht. Ich habe ihm aber gesagt, dass er ihn selbst einbringen kann", meinte der Verteidiger, der offensichtlich von den Spielchen seines Mandanten schon genug hat. "Ich will die aber hören, ich soll sie ja in Angst und Schrecken versetzt haben, der Herr Staatsanwalt hat gesagt, die haben sich angeschissen vor Angst", lautete seine Begründung. Er hatte laut Anklage "Haftbefehle" an verschiedene Personen überbracht. Die Richterin sah sich die Liste an und stellte fest, dass einer der gewünschten Zeugen mittlerweile in Indien weilt und so schnell auch nicht mehr nach Hause kommen möchte - sie hatte selbst versucht, ihn zu laden.