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Britischer Premier präsentiert Krisenprogramm

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson kündigt eine gewaltige Kraftanstrengung an, um das Land gestärkt aus der Coronakrise zu führen. Er stellte am Dienstag immense Investitionen in Aussicht, insbesondere in die Infrastruktur, damit die heimische Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Großbritannien müsse nun "bauen, bauen, bauen".

© APA (AFP)
 

Viele hätten Angst vor weiteren Ausbrüchen der Krankheit, sagte Johnson in einer Rede in der mittelenglischen Stadt Dudley. Die Regierung müsse nun aber vorangehen und den Ausweg zeigen. "Wir können nicht einfach weiter nur Gefangene dieser Krise sein", betonte er.

"Wenn uns die Covid-Krise eines gelehrt hat, dann ist es dieses: Das Land muss bereit sein für das, was kommt, und wir müssen eine Energie und Geschwindigkeit aufbringen, die wir seit Generationen nicht mehr brauchten", ergänzte Johnson. Es gehe nun darum, Probleme anzugehen, die das Land seit Jahrzehnten bremsten. Großbritannien sei nicht so produktiv wie viele seiner Mitbewerber. Zwar sei London "die Hauptstadt der Welt", aber viele andere Landesteile fühlten sich abgehängt und "ungeliebt".

Johnson hatte am Montag im Hörfunk auf das Beispiel des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt verwiesen, der sein Land mit dem "New Deal"-Programm aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre führte. Zu den Reformen gehörten damals kostspielige öffentliche Projekte zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Im ersten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung bereits um 2,2 Prozent eingebrochen, wie nun veröffentlichte Zahlen des nationalen Statistikamtes ONS zeigen.

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