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Anti-Rassismus: Trump nimmt Filmlegende John Wayne in Schutz

US-Präsident Donald Trump hat die unter Rassismus-Verdacht stehende Filmlegende John Wayne in Schutz genommen. Den Vorstoß von Vertretern der Demokratischen Partei, einen nach dem Schauspieler benannten Flughafen im Bundesstaat Kalifornien umzutaufen, bezeichnete Trump am Montag auf Twitter als "unglaubliche Dummheit".

© APA (AFP/Getty)
 

Trump hat sich selbst als "langjährigen Fan" des 1979 verstorbenen Western-Darstellers bezeichnet. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 besuchte Trump zusammen mit Waynes Tochter Aissa den Geburtsort des Hollywoodstars im Bundesstaat Iowa.

Die Demokraten im südkalifornischen Bezirk Orange verabschiedeten in der vergangenen Woche jedoch eine Resolution, in der sie die Umbenennung des örtlichen Airports verlangen. Der Flughafen solle nicht länger nach Wayne benannt sein, da dieser "rassistische und fanatische" Positionen vertreten habe.

Zur Begründung wurde auf ein Interview des Schauspielers 1971 im Magazin "Playboy" verwiesen. Darin sagte Wayne, er glaube an die "weiße Überlegenheit". Auch sagte der Schauspieler über Afroamerikaner: "Ich fühle mich nicht schuldig wegen der Tatsache, dass diese Leute vor fünf oder zehn Generationen Sklaven waren."

Wayne trat über sechs Jahrzehnte hinweg in mehr als 150 Filmen auf. Zur Legende wurde er als raubeiniger Westernheld. Für den Film "Der Marshal" von 1969 wurde er mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Die Diskussion über Waynes Ansichten über Schwarze wie auch Indianer ist im Zuge der jüngsten Rassismus-Debatten in den USA neu entbrannt. Hintergrund sind die seit Wochen anhaltenden Proteste gegen rassistische Diskriminierung seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz. Während dieser Proteste kam es auch zu Angriffen auf Denkmäler von Persönlichkeiten, die mit dem historischen Erbe von Sklaverei und Rassismus in Verbindung stehen.

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