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Wieder leichter Anstieg der Corona-Infektionen in Südkorea

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist wieder leicht angestiegen. Am Montag seien 84 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Am Wochenende hatten die Zahlen noch darunter gelegen. In China wurde nur eine geringe Zahl an Neuinfektionen registriert. In Spanien stieg die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter drastisch an.

© APA (AFP)
 

Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Südkorea stieg auf 8.320. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-19-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 81. Als einen Grund für den erneuten Anstieg nannten die Behörden eine neue Häufung von Fällen in einer protestantischen Gemeindekirche in der südlich von Seoul liegenden Stadt Seongnam. Dort habe sich das Virus wegen einer "Massenzusammenkunft" unter den Kirchenmitgliedern schneller verbreitet, sagte Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip.

Ein erhöhtes Risiko sehen die Behörden auch durch infizierte Reisende aus dem Ausland. Von Donnerstag sollen die verstärkten Einreisekontrollen auf ankommende Personen aus der ganzen Welt, Südkoreaner eingeschlossen, ausgedehnt werden.

In China sind unterdessen erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um "importierte Fälle", die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80.881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3.226 kamen ums Leben.

Binnen eines Tages wurden in Spanien fast 2.000 neue Fälle gezählt, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Madrid mitteilte. Die Zahl aller Infektionsfälle lag demnach bei 11.178 und damit um 1987 höher als noch am Montag. 491 Menschen starben in Spanien bereits an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird.

Spanien ist weltweit eines der am stärksten betroffenen Länder. Nach China, Italien und dem Iran steht es bei der Zahl der Infektionen an vierter Stelle. Trotz einer von der Regierung verhängten Ausgangssperre, die ähnlich strikt wie in Italien ist, schnellen die Infektionszahlen weiter hoch. Am stärksten betroffen ist die Region Madrid, in der 43 Prozent aller Fälle von ganz Spanien registriert wurden.

Im Iran starben binnen 24 Stunden weitere 135 Menschen an Covid-19. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 988, wie die Behörden in Teheran am Dienstag mitteilten. Mehr als 1.170 Neuinfektionen wurden demnach registriert, insgesamt haben sich damit 16.169 Menschen im Iran mit dem Virus infiziert.

Griechenland ordnete eine zweiwöchige Quarantäne an. Athen ordnete eine obligatorische 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen an. Wer sich nach der Einreise nicht in Isolation halte, müsse mit einer Geldstrafe rechnen, sagte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni am Montagabend in Athen. Die Quarantäne-Auflage gelte für alle Einreisenden unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. Was sie für den Umgang mit neu ins Land gelangenden Flüchtlingen bedeutet, blieb zunächst unklar.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis teilte mit, dass auch die Gottesdienste aller Religionen und Konfessionen bis auf Weiteres ausgesetzt sind. Auch Taufen und religiöse Hochzeiten sind damit verboten. An religiösen Beerdigungszeremonien dürfen nur noch enge Verwandte teilnehmen. Griechenland hatte zuvor bereits seine Schulen, Universitäten, Gerichte und Kinos geschlossen. Ab diesem Mittwoch sollen nach Angaben der Regierungssprecherin auch die meisten Geschäfte dicht machen, mit Ausnahme von Apotheken, Supermärkten, Tankstellen und Banken. Laut den offiziellen Zahlen gab es in Griechenland bis Montag 331 bestätigte Corona-Ansteckungsfälle.

In den USA ist derweil die Einreisesperre auch für Ausländer aus Großbritannien und Irland in Kraft getreten. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card) sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren, müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind außerdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben. Bereits in der Nacht zu Samstag war ein 30-tägiger US-Einreisestopp für Ausländer aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten.

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