"Das zweite Schwert. Eine Maigeschichte" heißt das eben ausgelieferte Buch, und es spielt zur Zeit der französischen Osterferien. Der Erzähler, wiewohl eben erst von einer längeren Abwesenheit nach Hause gekommen und glücklich über sein ihm Heimat gewordenes Refugium südlich von Paris, wird unruhig und will schon wieder aufbrechen. Einem längeren, pathetischen Aufbrechen folgt der Beginn einer kleinen Reise. Das kommt dem Leser aus einigen von Handkes Büchern sehr bekannt vor, und genauso hat auch sein letzter Roman begonnen, "Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere". Zwei Dinge sind diesmal anders. Der Dichter stellt seinen Hang zur Selbststilisierung mehr als sonst ins Zentrum der Geschichte. Und der Erzähler nimmt die neue Straßenbahn.