Mehrere VerletzteFestnahmen bei "Gelbwesten"-Protesten in Nantes

Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei bei Protesten der sogenannten "Gelbwesten" in Frankreich hat die Polizei laut eigenen Angaben 35 Menschen festgenommen. An einem Protestzug in der westfranzösischen Stadt Nantes beteiligten sich laut Polizei rund 1.800 Menschen, am Nachmittag brachen die Auseinandersetzungen aus. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© APA (AFP)
 

Nantes war von den "Gelbwesten" als Hauptort der Proteste am Samstag ausgesucht worden, die Organisatoren hatten zu einer "nationalen Zusammenkunft" aufgerufen. Diesem Aufruf folgten sehr viel weniger Menschen als zum Höhepunkt der Proteste: Vor einem dreiviertel Jahr hatten Hunderttausende Franzosen demonstriert.

Steine aus Zug

Aus dem Zug heraus wurden am Nachmittag plötzlich Steine geworfen, Geschäfte verwüstet, Mülleimer in Brand gesetzt. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, setzte ihrerseits Tränengas ein. Auch in anderen französischen Städten wurde am Samstag demonstriert, so in der Hauptstadt Paris, wo mehrere hundert Menschen zusammenkamen.

Die "Gelbwesten" protestieren seit vergangenen November gegen die französische Regierung und soziale Ungerechtigkeit. Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette ist mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist - dieses Mal in Nantes zum Beispiel hatten viele von ihnen keine an.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.