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Indien: Bischof schockiert über Freispruch für "Kuhrächer"

Ein katholischer Bischof in Indien ist schockiert über den Freispruch für sechs hinduextremistische "Kuhrächer". Diesen wird laut Kathpress einem Bericht des asiatischen katholischen Pressedienstes Ucanews (Freitag) zufolge vorgeworfen, einen Muslim aus religiöser Ehrfurcht vor einer Kuh zu Tode geprügelt zu haben.

 

"Das Urteil bereitet mir große Schmerzen", sagte Pius Thomas D'Souza, Bischof von Ajmer. "Es ist sehr traurig, weil Videoaufnahmen der Tat zur Verfügung standen", fügte der Geistliche hinzu. Ein Gericht hatte die Angeklagten zuvor aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Das von einem Augenzeugen aufgenommene Video der Lynchjustiz war nicht als Beweis zugelassen worden.

Kühe gelten im Hinduismus als heilig. Der Regierungschef des Bundesstaates Rajasthan, Ashok Gehlot von der säkularen Kongresspartei, kündigte Berufung gegen den Freispruch an.

"Kuhrächer" sind Teil einer hindunationalistischen Bewegung, deren politischer Arm die Indische Volkspartei (BJP) von Premierminister Narendra Modi ist. Im Juni 2017 hatte Modi ein indienweites Verbot des Handels mit Kühen als Schlachtvieh durchgesetzt. Die katholische Bischofskonferenz Indiens verurteilte seinerzeit das Verbot als "Verstoß gegen die Menschenrechte". Die Bischöfe äußerten zudem die Befürchtung, die "Kuhrächer" würden durch das Verbot zu noch mehr "Morden und Lynchjustiz" ermuntert.

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