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Offenbar zumindest ein Häftling in Weißrussland hingerichtet

In Weißrussland ist nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe mindestens ein Häftling hingerichtet worden. Bei dem Hingerichteten handle es sich um einen verurteilten Mörder, teilte die Organisation Wiasna am Donnerstag unter Berufung auf dessen Verwandte mit. Weißrussland ist das einzige Land in Europa, das noch die Todesstrafe verhängt.

 

Der 45-Jährige hatte im Dezember 2015 gemeinsam mit einem 23-jährigen Komplizen ein junges Paar in der Hauptstadt Minsk mit 140 Messerstichen ermordet. Die beiden Männer töteten zudem den Eigentümer der Wohnung, in der sie ein Zimmer gemietet hatten.

Ob der 23-Jährige ebenfalls hingerichtet wurde, sei unklar, teilte Wiasna mit. Doch die Erfahrung zeige, "dass Todesurteile in solchen Fällen gleichzeitig vollstreckt werden".

Hinrichtungen erfolgen in Weißrussland unter strengster Geheimhaltung. Berichten zufolge werden Gefangene durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet. Das Datum der Urteilsvollstreckung wird nicht veröffentlicht, die Leichen werden den Familien nicht übergeben. Auch der Ort der Beerdigung bleibt geheim. Vergangenes Jahr wurden mindestens drei Menschen hingerichtet.

2016 hatte die EU die meisten Sanktionen gegen Weißrussland aufgehoben, um Fortschritte bei den Menschenrechten zu fördern. Im Nachbarland Russland existiert die Todesstrafe ebenfalls noch, allerdings wird sie seit 1996 nicht mehr angewendet. Fast drei Viertel aller Länder weltweit haben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Todesstrafe abgeschafft oder ausgesetzt.

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