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Millionen-Spenden für Familien von Christchurch-Opfern

Nach dem tödlichen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland sind für die Familien der 50 Todesopfer im Internet etwa 10,8 Millionen Neuseeländische Dollar (6,6 Millionen Euro) gespendet worden. An einen Hilfsfonds auf der Internetseite GiveaLittle.co.nz gingen bis Sonntag knapp 8,3 Millionen Neuseeland-Dollar von mehr als 91.000 Spendern.

© APA (AFP)
 

Die Crowdfunding-Plattform LaunchGood.com sammelte 2,5 Millionen Neuseeland-Dollar ein, gespendet von 40.000 Menschen. Am 15. März hatte ein australischer Rechtsextremist während des Freitagsgebets in zwei Moscheen in Christchurch auf Gläubige geschossen und 50 Menschen getötet. Neuseeland reagierte darauf mit einer beispiellosen Unterstützung für die muslimische Gemeinschaft im Land.

Unterdessen wurden die Moscheen gut eine Woche nach den tödlichen Anschlägen wieder geöffnet. Muslimische Gläubige konnten wieder in den Gotteshäusern beten. Die Al-Noor-Moschee, in der es die meisten Toten gegeben hatte, wurde am Samstag wieder für die Gläubigen geöffnet. Am Sonntag konnte auch die Linwood-Moschee wieder betreten werden. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte für kommenden Freitag eine nationale Gedenkfeier an.

Die Polizei hatte die beiden Moscheen nach den Anschlägen vom 15. März aus Sicherheitsgründen und für Ermittlungen gesperrt. Überdies wurden Reparaturarbeiten vorgenommen, um Einschusslöcher und Blutflecken zu beseitigen.

An der Wiedereröffnung der Linwood-Moschee nahm auch der Überlebende Abdul Aziz teil, der nach den Anschlägen als Held gelobt worden war. Er hatte den Attentäter aus der Moschee gejagt, in dem er ein Kreditkartenlesegerät nach ihm schmiss und damit mutmaßlich weitere Opfer verhinderte. "Alle Erinnerungen kommen zurück", sagte der Flüchtling aus Afghanistan nach dem Betreten der Moschee. "Aber wir müssen nach vorne schauen", sagte der 48-Jährige vierfache Familienvater. "Es braucht Zeit, die Wunden zu heilen, aber wir müssen stark sein."

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