Zwölf Verletzte durch Schüsse nach Karneval in Manchester

Nach einem Karnevalsumzug sind in der britischen Stadt Manchester mindestens zwölf Menschen durch Schüsse verletzt worden. Nach dem Vorfall in einem belebten Stadtviertel in der Nacht auf Sonntag war nicht klar, wer die Schüsse abgegeben hat und welche Waffe genau benutzt wurde. Die Polizei ermittelt wegen Mordversuchs.

© APA (AFP)
 

Neun Menschen, darunter zwei Kinder, sollen "kügelchenartige" Verletzungen durch Schüsse erlitten haben, die nicht schwer zu sein scheinen, teilte die Polizei mit. Ein zehnter sei an den Beinen verletzt worden, sein Zustand sei stabil, aber ernst. Zwei weitere Verletzte suchten eigenständig ein Krankenhaus auf, um sich untersuchen zu lassen.

Zu dem Zwischenfall in der Innenstadt war es der Polizei zufolge gegen 2.30 Uhr (3.30 Uhr MESZ) gekommen. Die Gegend im Bezirk Moss Side war demnach belebt mit Menschen, die sich nach einem karibischen Karnevalsumzug auf den Straßen befanden und dort vermutlich weiterfeierten, wie Zeitungen berichteten. Beamte sicherten am Sonntag in dem Viertel Spuren und befragten Zeugen. Die Polizei kündigte an, in den kommenden Tagen die Patrouillen zu verstärken.

Der Karneval findet alljährlich statt. Am Sonntag sollte er wie geplant weitergehen, berichtete die Zeitung "Manchester Evening News". "Die Stadt dürfte heute sehr besorgt sein, und das ist völlig verständlich", sagte Polizeichef Wasim Chaudhry weiter. "Waffen haben keinen Platz auf unseren Straßen." Er beteuerte, dass die Polizei alles tun werde, um den oder die Verantwortlichen zu finden.

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