Wohl keine Weltkulturerbe-Aberkennung für Wiens Stadtzentrum

Das historische Zentrum Wiens bleibt vorerst vermutlich UNESCO-Weltkulturerbe. Eine Aberkennung ist im Rahmen der nächsten Welterbetagung in Bahrain laut der österreichischen UNESCO-Kommission nicht geplant. Die Bedenken um das Bauprojekt am Heumarkt bleiben aber aufrecht, wie bekräftigt wird. Wiens historisches Zentrum bleibt zumindest bis Herbst als gefährdet eingestuft auf der Roten Liste.

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Der UNESCO ist vor allem der 66 Meter hohe Wohnturm am Heumarkt-Areal ein Dorn im Auge. Österreich steht bei der Tagung, die vom 24. Juni bis 4. Juli läuft, voraussichtlich am 26. Juni auf der Tagesordnung des Treffens. Im Entwurf für die Sitzung werden die von der Bundesregierung in die Wege geleiteten Maßnahmen anerkannt, heißt es. Die Bundesregierung ist der offizielle Ansprechpartner der UNESCO.

Eine der vereinbarten Maßnahmen ist die Abhaltung einer offiziellen Monitoring-Mission in Wien. Diese ist laut UNESCO für Herbst 2018 geplant. Das historische Zentrum bleibt bis dahin jedenfalls als gefährdet eingestuft auf der Roten Liste. Das nächste entscheidende Datum ist der 1. Februar 2019. Bis dahin muss Österreich über getroffene oder möglicherweise geplante Abänderungen im Zusammenhang mit dem Projekt berichten.

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