In Afghanistan verschleppte Finnin nach Monaten wieder frei

Eine im Mai in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführte finnische Entwicklungshelferin ist freigelassen worden. Die Mitarbeiterin der schwedischen Hilfsorganisation Operation Mercy sei "sicher", teilte das finnische Außenministerium am Donnerstag in Helsinki mit. Weitere Einzelheiten wollte es im Laufe des Nachmittags bekanntgeben.

 

Die Frau war an dem Tag aus einem Gästehaus in Kabul verschleppt worden, an dem dort eine deutsche Mitarbeiterin derselben Organisation sowie ein Afghane von Unbekannten getötet wurden. Bewaffnete waren damals in das Gebäude im westlichen Teil Kabuls eingedrungen.

Nach dem Vorfall hatten Sicherheitsanalysten gesagt, hinter der Entführung könnte eine in Kabul immer aktivere Kidnapping-Mafia stehen. Diese habe Unterstützung bis in hohe afghanische Politikreise, und unter den Opfern seien auffallend viele Frauen. Doch sei auch ein gezielter Angriff auf die NGO als christliche Organisation nicht auszuschließen, hieß es damals.

Operation Mercy ist eine schwedische Hilfsorganisation, die in Zentralasien, dem Mittleren Osten und Nordafrika aktiv ist. In Afghanistan ist Operation Mercy seit zehn Jahren vertreten. Dort arbeitet die Organisation mit Einheimischen zusammen, um die Kindersterblichkeit zu reduzieren. Die Nichtregierungsorganisation sei auf christlichen Werten gegründet. Die Hälfte der Mitarbeiter seien aber Muslime.

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